Wer New York als Tourist erleben will, kommt am Broadway nicht vorbei. Dort gibt es auch die Bretter, die die Welt bedeuten. So jedenfalls hätte es Frank Sinatra ausgedrückt, oder aber Musical-Darsteller auf der ganzen Welt. Natürlich zieht es viele Touristen aufgrund des schier unerschöpflichen Angebots an kulturellen Erlebnissen nach New York. Auch wir wollten Kultur entdecken – wenn auch in Maßen.

Möchte man spontan und günstig in ein New Yorker Musical, besucht man am Besten den Hekticket-Stand von New York in der Nähe des Times Square. Dort erhält man an jedem Nachmittag gegen 14 Uhr die „übrig gebliebenen“ Tickets für Shows und Events, die in New York stattfinden. Und da auch wir Geld sparen wollten, uns aber dennoch ein tolles Musical schenken wollten, kauften wir Musical-Karten für das „Phantom der Oper“, das wohl berühmteste Musical auf dem Broadway.

Da in New York alles durchgeplant und organisiert ist, staunten wir nicht schlecht, als sich um 19:30 Uhr die Massen vor den Musical-Türen drängten. Doch schaute man den Musical-Betreibern in die Augen, konnte man sie sagen hören: „Wir machen das hier täglich.“. Nach kurzem Gerangel beim Einlass, nahmen wir an – zugegebenermaßen – nicht ganz optimalen Plätzen Platz. Die Akustik auf diesen (ziemlich schlechten) Plätzen war leider so schlecht, dass wir den Titeln der Musical-Darsteller nur schwer folgen konnten.

Da das „Phantom der Oper“ für mich eine Premiere war, kannte ich keinen Vergleich. Dennoch muss ich sagen, dass das Phantom der Oper ein echtes Erlebnis war. Berlin und das Theater des Westens brauchen sich vor der Performance der New Yorker aber nicht zu verstecken.

Da wir aber nicht nur Show sondern auch Wissen erleben wollten, besuchten wir an einem etwas regnischeren Tag das Museum of Natural History, ein Museum am Rande des Central Park, dass durch den Film Jurassic Park von Steven Spielberg auch international berühmt geworden ist. Das Museum of Natural History bietet so unglaublich viel, dass man sich von Anfang an dazu entschließen muss, nicht alle Abteilungen mit Fundstücken aus aller Welt zu besuchen. Außerdem ist das Museum so groß, dass man tagelang durch die Gänge schlendern könnte, ohne auch nur eine einzige Ausstellung zwei Mal zu sehen.

Die wohl interessantesten Ausstellungen waren die der Meteroiten und Salze und die Ausstellung der Dinosaurier. In der Dino-Ausstellung kamen wir jedoch erst zum Schluss an. „Schluss“ hieß für die Museumsbetreiber: 18 Uhr. In einer Stadt, die niemals schläft, mag man es kaum glauben, wenn ab 17:30 Uhr regelmäßige Lautsprecherdurchsagen im Museum verkünden, dass das Museum in wenigen Minuten schließen würde.

Das trübte unseren Eindruck etwas. Dennoch waren wir froh, uns auch diesen Overload an Informationen und Eindrücken gegeben zu haben.