Ein etwa 50ig-jähriger Mann öffnet uns die Tür. Mit einem dicken abgegriffenen Buch in der Hand haltend, lädt er uns ein, sein Haus zu betreten. Er sieht sehr gepflegt aus, fragt, ob wir gut angekommen sind und entschuldigt sich für das mittlerweile sehr durchwachsene Wetter in Dingle.

John, so heißt der Verwalter des Pax House in Irlands Südwesten, erklärt uns mit spitzer Zunge und trockenem aber feinem Humor, wie wir uns im Haus, in Dingle und der Umgebung zurechtfinden.

Das Pax House ist unglaublich geschmackvoll eingerichtet. Neben Möbeln im modernen Landhausstil, die sich in einem 180 Grad verglasten Wintergarten befinden, zieren Designerlampen von ganz unterschiedlichem Stil die Tische in den Sofaecken. Auf einem der vielen Sofas sitzend, kann man die Bucht von Dingle beobachten, sieht den vorbeiziehenden Regen als auch die Schiffe, die hinaus auf’s Meer fahren, oder von dort zurückkommen. Schroffe steil abfallende Steinfelsen lassen ahnen, dass diese Küste zumeist nicht mehr aus flachen Sandstränden besteht, die wir auf unserer Fahrt nach Dingle noch gesehen hatten.

An den Wänden hängen echte Bilder, die mal abstrakt sind, manchmal jedoch auch Seemänner oder einen Adonis aus der griechischen Antike zeigen. Und auch wenn das alles nach einem Mix aller möglicher Wohnstile ist, passt doch alles zusammen. Auf dem Couchtisch liegt eine “House And Gardens”.

Da das Wetter unbeständig bleiben soll, entschließen wir uns dazu, die Gegend am Nachmittag zu erkunden. Wir packen all unser Equipment ein und entdecken schließlich malerischer Buchten, grüne Weiden, auf denen Kühe und Schafe grasen und spielen mit Technik und Natur, um diese Landschaft, die so anders ist als zuhause, ins rechte Licht zu rücken.